hunde zu verschenken

Hunde zu verschenken

Vorab: Nein, hier gibt es keine Hunde zu verschenken.

Aber genau deshalb solltest Du diesen Text weiterlesen. Denn entweder bist Du hier gelandet, weil Du auf der Suche nach einem Hund bist oder weil Du dich informieren möchtest, was Du tun kannst, wenn Du für Deinen Hund ein liebevolles Zuhause suchst, da Du ihn abgeben musst. Für beide Fälle biete ich hier Informationen.

Aller Anfang ist schwer. Und gerade die Frage, was die erste Anlaufstelle ist, ist häufig ein Knackpunkt beim Hundekauf. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten: Züchter, Tierheime, Bekannte, Pflegestellen, Vereine. Im Laufe des Artikels werde ich mich eingehender mit diesen Möglichkeiten befassen und Dir einige Anlaufstellen nennen. Vielleicht musst Du Deinen Vierbeiner aber auch abgeben und suchst nach Möglichkeiten, einen neuen und guten Besitzer oder eine Familie zu finden. Auch für diesen Fall biete ich Dir hier die Möglichkeit, Informationen zu erhalten.

Menschen, die sich dazu entschließen, online ihre Hunde zu verschenken

Ich kann Dir aber jetzt schon sagen, dass Du von Anzeigen oder Angeboten die besagen, dass es Hunde zu verschenken gäbe, Abstand nehmen solltest. Webportale sind häufig voll mit solchen Annoncen, doch liest Du dir die Anzeige aufmerksam durch, wirst Du erkennen, dass sie sich liest wie ein schlechtes Arbeitszeugnis nach erfolgter Kündigung.

Oft finden sich dort Anzeigen wie folgt:

Hund zu verschenken

Schweren Herzens geben wir unseren geliebten Labrador Bello ab, da sich unsere Lebensumstände geändert haben. Wir haben ihn seitdem er ein Welpe war. Bello ist stubenrein und verträgt sich gut mit unseren Kindern. Andere Hunde mag er nicht so gerne, das kann man aber sicher üben. Menschen mag er, wenn er sie kennengelernt hat. Er geht gerne spazieren, wie er sich ohne Leine verhält wissen wir aber nicht, da wir das noch nicht versucht haben.

Übersetzt bedeutet dies häufig:

Hund zu verschenken

Wir haben keine Lust mehr auf unseren Labrador, weil Bello sehr viel Arbeit macht und Geld kostet. Ausserdem ist er nicht mehr so ein süßer Labrador Welpe wie damals. Unsere Kinder mag er, andere nicht so sehr oder wir wissen es nicht genau. Zu anderen Hunden hatte er bislang höchstens Leinenkontakt und ist dementsprechend nicht sozialisiert. Er bellt fremde Menschen an und kann es nicht leiden, wenn wir neue Freunde einladen. Im Auslaufgebiet oder Wald waren wir noch nicht, darum kennt er nur die Straße. Weil wir ihn wirklich dringend loswerden wollen, haben wir uns dazu entschlossen, unseren Hund zu verschenken.

Bei solchen Anzeigen darf man nicht vergessen, dass diese Leute sich bewusst dazu entscheiden, Hunde zu verschenken. Sie möchten sich nicht die Blöße geben und sie ins Tierheim bringen oder in aller Ruhe nach einem liebevollen Zuhause suchen. Sicher, nicht alle Hunde, die sich in diesen Anzeigen finden, kommen aus schlechten Verhältnissen oder drohen in solche zu geraten. Doch bei vielen ist es leider so.

Viele Rassen ziehen die Menschen magisch an, so lange sie noch klein und niedlich sind. Labrador Welpen, Pitbull Welpen, Babybulldoggen. Das alles sind Rassen, die immer wieder Trend werden und einen Boom erleben. Das ist an sich nichts schlechtes, nur leider landen sie dadurch auch in den Händen von zwielichtigen Verkäufern oder drohen eben in der Kategorie “Hunde zu verschenken” zu landen.

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Hundeverkauf an der Straßenecke

Wir wohnen in Berlin, hier gibt es immer wieder Meldungen darüber, dass Menschen auf offener Straße Hundewelpen zum Verkauf anbieten. Besonders beliebt sind dabei sogenannte Listenhunde. Pitbull Welpen trifft es am häufigsten. Auch in unserem Nachbarland Polen werden sie direkt hinter der Grenze angeboten. Dort sieht man ganzjährig, wie nur wenige Wochen alte Hunde aus Sporttaschen heraus verkauft werden. Auch hier handelt es sich meist um Pitbull Welpen. Für viele scheint es verlockend zu sein, hier ein Schnäppchen zu machen. Immerhin kosten die Tiere beim Züchter gut und gerne mal mindestens 800 Euro. Für andere scheint es unmöglich zu sein, an den Welpen vorbeizulaufen, da sie das Mitleid packt. Verständlich. Doch lohnt es sich, im Sinne aller anderen Hunde, hier wirklich hart zu bleiben.

Warum widerstehen?

Gerade in ihren ersten Wochen benötigen Hundewelpen sehr erfahrene Hände, um optimal auf ein gesundes und langes Leben vorbereitet zu werden. Dazu zählen unter anderem das Füttern, die medizinische Grundversorgung (zum Beispiel sollten sie entwurmt und geimpft werden), die Sozialisierung und viele weitere Facetten. All das erfährt der Hundewelpe, der zum Geld machen geboren wird nicht. Auch die Hündinnen nicht, die als Geburtsmaschinen missbraucht werden und teilweise bis ins hohe Alter Babies gebären müssen. Entsprechend wenig Wert wird auch auf die Gesundheit der Rüden legt, die zur Deckung eingesetzt werden. Das Ergebnis ist ein zwar niedlicher, vielleicht aber schwer kranker und zudem verhaltensgestörter Hund. Dieses Tier wurde nicht nur direkt in ein Umfeld geboren, das aus Menschen besteht, die man getrost als Tierquäler bezeichnen kann. Es wird auch Kosten verursachen, an die ein gesunder Hund nicht heran langt. Dazu kommt, dass jeder Kauf einen Gewinn für den Verkäufer erzeugt. Man unterstützt also, egal weshalb man das Tier mitnimmt, einen Tierquäler und den weiteren Handel mit diesen armen Wesen. Und hier schließt sich der Kreis; Menschen, die einen solchen Hund mitgenommen haben, stellen nach – sagen wir mal – zwei Jahren fest, dass sie dem Tier und der Situation nicht mehr Herr werden. Und diese Menschen entscheiden sich in ihrer Verzweiflung dafür, ihre Hunde zu verschenken. Denn sie finden sonst niemanden, der sich dem Tier mit all seinen Problemen und Krankheiten annimmt.

Du suchst einen Welpen, weißt aber nicht wohin Du dich wenden sollst?

Dein erster Ansatz sollte sein, Dir zu überlegen, was für einen Hund Du gerne haben möchtest. Suchst Du einen Welpen oder einen ausgewachsenen Hund? Interessieren Dich nur reinrassige Tiere oder ist auch ein Mischling interessant? Ein Rüde oder eine Hündin?

Diese Fragen beantworten Dir Dein Bauchgefühl und das Internet. Dort kannst Du Dich sehr gut über die verschiedenen Eigenschaften Deines neuen Vierbeiners informieren.

Ein junger Hund macht in den meisten Fällen anfangs etwas mehr Arbeit. Dafür hast Du für eine lange Zeit einen treuen Begleiter an Deiner Seite, wenn alles richtig läuft.
Ein älterer Hund wird sich unter Umständen schwer tun, sich anfangs an Dich zu gewöhnen. Höhere Kosten entstehen meist erst dann, wenn ihm sein Alter zu schaffen macht und Ihr häufiger zum Tierarzt müsst.
Reinrassige Hunde sind spätestens dann interessant, wenn Du bestimmte Interessen verfolgst. Sagen wir zum Beispiel, Du möchtest mit ihm jagen.
Mischlinge sind widerstandsfähiger – behaupten viele. Ob das so stimmt, sei mal dahingestellt.
Rüde oder Hündin – ich erlaube mich einen kurzen ironischen Ausflug – Der Rüde ist weg, wenn die Hündin läufig ist. Die Hündin ist genervt von all den Rüden, wenn sie läufig ist.

Hast Du Deine Entscheidung gefällt, kannst Du schon erste Tendenzen erkennen, welche Anlaufstellen für Dich interessant sind. Junge Hunde bekommst Du vom Züchter, Tierheim oder in Pflegestellen. Reinrassige Welpen sind meistens beim Züchter zu finden. Erwachsene Tiere findest Du, reinrassig oder Mischling, häufig im Tierheim oder in Pflegestellen.

Am Ende des Artikels findest Du eine Übersicht von Anlaufstellen.

zucht welpe

Erwirbst Du einen Hund beim Züchter, kannst Du Dir ziemlich sicher sein, dass Du ein Tier bekommst, das alle Voraussetzungen mit sich bringt, die ein gesunder Welpe benötigt. Die Anschaffungskosten sind in diesem Fall am höchsten, rentieren sich aber meist im Laufe der Zeit. Zudem sollte man bedenken, dass Züchter nicht rein auf Profit hinaus sind. Viele besuchen regelmäßig Schulungen, die Geld kosten. Bezahlen das Futter und das Hundezubehör, das auch am Anfang schon benötigt wird, bevor auch nur ein Interessent vorhanden ist.

In Tierheimen findest Du Hunde aller Rassen. Vom Retriever über den Mops bis hin zum Rhodesian Ridgeback. Oft ist hier nicht ganz klar, was die Tiere im Vorfeld erlebt haben. Die Mitarbeiter können meist aber Auskunft zum Verhalten und Zustand des Hundes geben. Zudem gibt es häufig die Möglichkeit, erst ein mal einige Gassi Runden zu drehen und sich kennenzulernen. Alle dort vermittelten Vierbeiner sind geimpft, entwurmt und gegebenenfalls gechipt. Je nach Alter oder Länge ihres Aufenthalts im Tierheim sind sie häufig auch kastriert.

Pflegestellen dienen nur zum Übergang. Häufig findest Du hier Hunde, die entweder eine nicht so gute Vergangenheit hatten oder aus Ländern kommen, in denen Straßenhunde überhandnehmen. Harvey kommt übrigens aus einer Pflegestelle. Wie sich rausstellte ein reinrassiger Deutsch Kurzhaar. Viele der Hunde von dort haben mit Angst zu kämpfen. Diese kann man aber meist gut in den Griff bekommen, wenn man sich entweder Hilfe sucht oder selbst viel lernt und liest. Das ist aber enorm viel Arbeit, die ich hier nicht verschweigen möchte. Doch lohnt sie sich in den meisten Fällen absolut. Wir merken zum Beispiel, wie Harvey immer mehr Vertrauen zu uns aufbaut und wie sich seine Bindung zu uns stärkt. Das mitzuerleben ist ein wunderbares Gefühl, das jede Minute wert ist, die wir in ihn investiert haben. Es ist aber wichtig, vorher zu wissen was auf einen zukommt, denn wenn man entweder unerfahren im Umgang mit Hunden ist oder das Tier relativ schnell an neue Situationen gewöhnt werden muss, dann ist ein Angsthund nicht zu empfehlen.

Natürlich ist es nicht verboten, Hunde zu verschenken. Vielleicht kennst Du auch jemanden, der sein Haustier aufgrund veränderter Lebensumstände abgeben muss. Du tust hier Gutes, wenn Du dem Tier ein neues, liebevolles Zuhause gibst. Aber nutze die Möglichkeit, Deinen zukünftigen Vierbeiner kennenzulernen. Informiere Dich über Krankheiten oder Probleme. Wichtig ist hier, dass Dein Gegenüber ehrlich ist. Bist Du dir da sicher, spricht nichts dagegen, das Tier auch kostenlos zu übernehmen. Mir geht es in diesem Artikel nicht darum jeden zu verteufeln, nur weil er kein Geld verlangt. Viel mehr geht es darum ein Bewusstsein zu schaffen und weiteres Leid für die Tiere zu vermeiden, die aus falschen Händen stammen oder in solche gelangen.

Du suchst ein neues Zuhause für Deinen Hund?

Sich von einem Tier zu trennen kann eine harte Entscheidung sein. Manchmal aber eine, die sich nicht vermeiden lässt. Das Leben lässt sich nicht ewig vorausplanen, Umstände ändern sich. Und so kann es auch immer sein, dass man es nicht mehr schafft sich so um seinen Vierbeiner zu kümmern, wie man es gerne möchte.
Solltest Du in dieser Situation sein, will ich Dir hier einige Möglichkeiten aufzeigen, wohin Du Dich wenden kannst.

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Bevor Du Deinen Hund abgibst – wie haben sich Deine Lebensumstände geändert? Möchtest Du ihn eigentlich behalten, weißt aber nicht, wie Du das mit Deinen neuen Arbeitszeiten vereinbaren sollst? Ist Dein Retriever krank und Du kannst die Kosten nicht stemmen? Bist Du plötzlich umzingelt von Pitbull Welpen und hast keine Ahnung, wohin Du sie vermitteln sollst? Oder bist Du einfach nur genervt vom Gassi gehen?

Wenn Du den Job gewechselt hast

…oder neue Arbeitszeiten antrittst, die Deine bisherigen Pläne im Zusammenleben mit dem Hund durchkreuzen, hast Du weitaus mehr Optionen, als das Tier direkt wegzugeben. Vielleicht hast Du Kontakt zu den Nachbarn oder Freunde, die sich tagsüber um Deinen Hund kümmern können. Sei es, dass sie zwei mal mit ihm rausgehen, wenn Du arbeiten bist oder ihn den Tag über nehmen, wenn er nicht allein sein kann. Bist Du mit Deinen Nachbarn nicht so gut im Kontakt und bekommst auch keine Unterstützung von Freunden oder der Familie? Dann können Dogsitter eine Möglichkeit sein. Hier gibt es unterschiedliche Angebote. Die einen nehmen den Hund den gesamten Tag bei sich auf und führen ihn zusammen mit anderen aus. Andere holen Deinen Liebling bei Dir Zuhause ab und drehen lange Runden durch das Auslaufgebiet. Unter Umständen kann das Dein Problem schon lösen.

Ist Dein Vierbeiner krank und Du weißt nicht, wie Du die Rechnungen zahlen sollst?

Ein kranker Hund kann enorme Kosten verursachen. Da unterscheiden sich die Tiere nicht von uns Menschen. Ob es nun Operationen oder Medikamente sind. Jeder hat nur ein gewisses Budget mit dem er arbeiten und rechnen kann. Ich würde, sofern sich ein Ende der Krankheit absehen lässt versuchen, mir das Geld zu leihen. Diese Möglichkeit hat aber nicht jeder und sicher kann das auch nicht jeder mit seiner Grundeinstellung vereinbaren. Hunde zu verschenken ist hier aber ganz sicher nicht der richtige Weg. Oft weiß man nicht, wo sie danach landen. In den seltensten Fällen kennt man die Menschen gut, die sich auf solche Anzeigen melden. Was hier aber hilfreich sein kann ist das Tierheim. Es ist kein Armutszeugnis sein Tier dort abzugeben. Viel mehr zeugt es davon, dass es einem am Wohl des Hundes liegt und dass man hofft, die bestmöglichen Umstände zu schaffen. Scheue Dich also nicht, dort anzurufen oder vorbeizufahren. Vielleicht können Dir die Mitarbeiter dort auch noch weitere Anlaufstellen bieten als ich es hier in diesem Beitrag schaffe.

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Alles voller Babies!

Ja, der Hint mit den Pitbull Welpen war gewollt. Es ist egal, welche Rasse Deine Welpen haben. Und wenn Du bis hier hin gelesen hast, gehörst Du sowieso nicht zu den Menschen, die ihre Tiere am Strassenrand verhökern. Welpen bekommst Du meistens sehr gut vermittelt. Hast Du Unterlagen zu Deinem Hund, vielleicht sogar einen Stammbaum der Hündin, die die Welpen geboren hat, erleichtert das die Suche nach einem liebevollen Zuhause enorm. Aber auch wenn Dir diese Unterlagen fehlen – viele Menschen sind auf der Suche nach Hundewelpen. Hier gilt es zu sondieren. Lerne die Interessenten gut kennen. Und lass sie notfalls auch ein wenig zappeln. Jemand der ernsthaft Interesse an einem Hund hat wird dieses auch nicht verlieren, weil er drei Tage warten muss. Die Welpen online zu inserieren ist nicht falsch. Es lohnt sich auch, zum Beispiel auf Facebook nach Gruppen zu der Rasse Deines Hundes zu suchen. Oft finden sich dort Menschen, die Dich unterstützen.

Den Hund auszulasten frisst Zeit

Hast Du diese nicht oder hast Du Dich mit dem Aufwand verschätzt? Das kann passieren. Vielleicht hast Du diesen Umstand schon recht früh bemerkt. In vielen Fällen hast Du die Möglichkeit Dich an den Züchter, das Tierheim oder die Pflegestelle zu wenden, die Dir den Hund vermittelt haben. Frage dort an, vielleicht bieten sie Dir die Option, das Tier zurückzunehmen.

Hast Du wirklich einfach nur keinen Bock mehr? Tu’ mir und anderen Tierfreunden wenigstens einen Gefallen. Bring Dein Tier ins Tierheim. Kette es nicht an. Lass es nicht verlassen irgendwo zurück. Bring es nicht um. Jeder Mensch kann sich mal irren. Vielleicht dachtest Du, dass das alles kein Problem ist. Vielleicht hast Du Dein Tier damals genommen und wusstest einfach nicht, worauf Du dich einlässt. Aber auch hier findest Du viele Foren und Gruppen bei Facebook, bei denen Du inserieren und Deinen Vierbeiner weitestgehend anonym vermitteln kannst.

Hunde zu verschenken ist nicht per se falsch

Einen Hund zu verschenken kann Sinn machen. Sofern man weiß worauf man achten muss und sich Zeit nimmt. Es geht mir in diesem Artikel nicht darum, auf Biegen und Brechen aus seinem Tier noch Geld rauszuholen oder einfach einen gewissen Betrag anzusetzen, nur damit man das Tier nicht umsonst abgibt. Geld auszugeben ist für die meisten Menschen noch eine gewisse Hürde. Etwas, für das Geld investiert wird bringt meist mit sich, dass man sich vorher damit auseinandersetzt. Sich informiert. Im Laufe dieser Zeit sammelt man meist das nötige Wissen um abschätzen zu können, ob man das Geld investieren möchte. Ein Hund benötigt viel Aufmerksamkeit und beansprucht Zeit. Gerade das stellt sich bei der Recherche vor dem Hundekauf heraus. Denn hat man sich erst für eine Rasse entschieden, ist es wesentlich leichter den Aufwand für das Tier einzuschätzen. So brauchen einige mehr Futter und andere mehr Auslauf und Beschäftigung. Sehr wichtig ist hier, dass man prüft, ob das Tier zum eigenen Lebensstil passt. Damit meine ich nicht nur, ob man häufig genug zu Hause ist. Viel mehr geht es dabei darum, dass sich das eigene und das Leben des Hundes möglichst decken können. Ich bin gerne in der Natur unterwegs, also lag es auch nah, mir einen Hund zu holen, mit dem ich oft und lange Strecken gehen kann. Wäre ich viel unterwegs und könnte Harvey dabei nicht mitnehmen, dann wäre meine Entscheidung wohl anders ausgefallen.

Auch wenn Du Deinen Partner abgeben musst, solltest Du ihn nicht direkt als Geschenk anbieten. Das kann Dir viel Arbeit ersparen. Suchst Du ein gutes und liebevolles Zuhause, wirst Du vermutlich auch auf Menschen stoßen, die bereit sind in das Tier zu investieren. Leute, die nur auf ein Geschenk hinaus sind haben häufig gar nicht im Hinterkopf, dass ein neues Haustier auch Folgekosten mit sich bringt. Zudem schreckst Du Menschen ab, die sich intensiver mit Hunden beschäftigen und vielleicht gute Ansätze geben können oder sogar jemanden kennen, der genau das Tier sucht, das Du abgeben musst.

Natürlich ist es am besten, wenn Du selbst vielleicht Kontakte hast, die Dich bei der Suche unterstützen können oder Deinen Vierbeiner sogar übernehmen. Sind das Freunde, die Du schon länger in Deinem Umfeld hast und die auch Dein Hund schon kennt, dann ist das der Jackpot. Hier spricht natürlich überhaupt nichts gegen eine kostenfreie Übergabe.

Was am Ende zählt ist, dass der Hund in ein Zuhause kommt, in dem er sich einleben und entfalten kann. Das wird auch Dir die Entscheidung erleichtern. Denn zu wissen, dass Du dein Leben jetzt auch mit den neuen Herausforderungen meistern kannst und dabei sicher zu sein, dass es Deinem Tier gut geht, verhindert ein schlechtes Gewissen.

Anlaufstellen

Wie eingangs schon geschrieben liste ich hier einige Anlaufstellen auf, die Dir bei der Suche oder Abgabe Deines Tieres hilfreich sein können. Natürlich werde ich hier keine vollständige Liste anbieten können. Ergänzungen in den Kommentaren sind also herzlich willkommen und werden von mir angefügt.

Züchter:

In den seltensten Fällen nehmen Züchter Tiere auf. Hier solltest Du dich also eher hinwenden, wenn Du auf der Suche nach einem Vierbeiner bist. Dennoch kann es Ausnahmen geben, wenn Du einen jungen Rassehund hast. Wenn Du Dein Tier vom Züchter hast, ist dieser fast immer bereit das Tier wieder zu sich zu nehmen. Alternativ kann Dir der Züchter vielleicht Tipps geben, an wen Du dich wenden kannst. Wie so häufig passt hier der Satz: Fragen kostet nichts.

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) bietet auf seiner Website eine Vielzahl an Informationen sowie eine sehr umfangreiche Züchterdatenbank. Dort findest Du für nahezu jede Rasse und Stadt einen passenden Züchter.

Züchtersuche beim VDH →

Ebenfalls beim VDH findest Du viele Tipps, worauf Du beim Welpenkauf achten musst und woran Du einen guten Züchter erkennst.

Tierheime

Tierheime vermitteln natürlich in erster Linie Tiere. Doch auch wenn Du deinen Hund abgeben musst, ist das Tierheim eine gute Anlaufstelle, wenn Deine Versuche ein neues Zuhause für die Fellnase zu finden nicht fruchten konnten.

Der Deutsche Tierschutzbund bietet eine regionale Suche für Tierheime in Deutschland.
Zur Tierheimsuche beim Tierschutzbund →

Hier findest Du einen direkten Weg zu den Tierheimen in Berlin, Hamburg und München:

Tierschutzverein für Berlin →

Hamburger Tierschutzverein →

Tierschutzverein München →

strassenhundDa die Tierheime häufig stark ausgelastet sind, gibt es weitere Vereine, die sich um Hunde in Not kümmern. Hier handelt es sich häufig um Hunde aus Ländern wie Spanien, Malta und Italien. Aber auch Tiere aus Deutschland werden hier vermittelt. Harvey haben wir übrigens von der Hunderettung. Ursprünglich kommt er aus Malta.

Hunderettung e.V. →

Hunderettung Aktiv →

Wenn Du es nicht eilig hast und eher generell Interesse daran hast, irgendwann einem Hund ein neues Zuhause zu bieten, dann kannst Du dich auf Facebook umschauen. Dort gibt es zig interessante Gruppen in denen Du nicht nur viele Informationen zu bestimmten Rassen bekommst. Häufig wird dort auch nach einer neuen Heimat für Tiere gesucht. Auch hier gibt es keine Hunde zu verschenken! Es wird viel Wert darauf gelegt, dass der Vierbeiner in gute Hände gerät.
Einige Gruppen sind zum Beispiel:

Hundewelpen suchen ein Zuhause →

Jagdhunde in Liebhaberhand →

Hundestadt Berlin →

Persönliches Statement

Es gibt leider überall auf der Welt schwarze Schafe. Ob es nun die sind, die Pitbull Welpen am Straßenrand verkaufen oder die, die sich entscheiden ihre Hunde zu verschenken, ohne sich Gedanken darum zu machen, wohin die Vierbeiner wirklich geraten. Es gibt Züchter mit schlechten Bedingungen. Es gibt sogar Menschen die unter dem Deckmantel des Tierschutzes versuchen Geld zu machen. Die gute Nachricht dabei ist, dass die schwarzen Schafe in der Minderheit sind. Dennoch zeigt das gut, dass viele Hunde, zu viele Hunde völlig unbedacht angeschafft und später wieder weggegeben werden. Spätestens die überfüllten Tierheime, die nicht wissen woher sie die Ressourcen nehmen sollen, um noch weitere Tiere zu beherbergen, sind hier ein eindeutiges Zeichen. Überlege Dir gut, ob Du es schaffen kannst, einen Hund bei Dir aufzunehmen und Dich sein Leben lang um ihn zu kümmern. In einem anderen Artikel habe ich über die wichtigsten Punkte vor und nach dem Hundekauf → geschrieben. Dort findest Du zumindest die Grundlagen dafür, einschätzen zu können welchen Aufwand ein Tier macht und welche Kosten es verursacht.

Ich hoffe, dass ich Dir hier einen Einblick geben konnte, warum es nicht gut ist, Hunde zu verschenken oder sie auf der Straße zum Kauf anzubieten. Wenn Du Anregungen zum Artikel hast, hinterlasse sie gerne in den Kommentaren!

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